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März - Mai 2012
JÜDISCHES LEBEN IN DEUTSCHLAND
Straßen von gestern:
Silvia Tennenbaum zu Gast in der Budge-Stiftung
Am Montag, dem 16. April, wurde das Lesefest "Frankfurt liest ein Buch" in der Deutschen Nationalbibliothek eröffnet. Drei Tage später war Silvia Tennenbaum zu Gast in der Budge-Stiftung. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Neben Bewohnern waren auch viele Gäste anwesend, denn die Stiftung war einer der Orte, wo Frau Tennenbaum sich Fragen von Lesern stellte...

Sogenannter jiddischer Klezmer-Rap:
SoCalled in Duisburg
Der kanadische Musiker Socalled kommt am Freitag, 11. Mai 2012 nach Duisburg in den Steinbruch. Socalled veröffentlichte jüngst sein Album „Sleepover“, mit dem er nun in Europa tourt. Socalled steht für den zeitgemäßen Umgang mit traditionellen jiddischen Melodien und Rhythmen. Socalleds Markenzeichen sind auf Hebräisch gerappte Reime. 2004 erhielt der den Preis der deutschen Schallplattenkritik in der Kategorie „Bestes World Music Album“. Das Konzert in Duisburg ist eins von nur drei Deutschlandkonzerten...

Программа GRUNDTVIG:

Neues vom Verein "Würde im Alter"
"Достоинство в старости" и Seniorenclub Bergmannsfeld/Hörsterfeld. СМИ и междунардные контакты...

Machtvolles Plädoyer:
Eine Kabbala der Tiere
Hatte die Autorin in Eine tierische Liebe erste Ansätze zu einer neuen, auf Verstehen und Mitgefühl basierenden Tierpsychologie vorgelegt und diese in Tiere-Frauen-Seelenbilder breiter ausgeführt, so nimmt das neue Buch von Hanna Rheinz verstärkt den gesamt-gesellschaftlichen Aspekt der Mensch-Tier-Beziehung kritisch den Blick...

Ausstellungs-Tipp Wiesbaden:
Jüdische Berufsfachschule Masada
Die Jüdische Berufsfachschule Masada wurde in den Jahren 1947 und 1948 von Samuel Milek Batalion in Darmstadt gegründet und geleitet. Das Ziel der Schule war es, den jungen Holocaust-Überlebenden eine Ausbildung und neuen Lebenswillen zu geben und sie auf ein zukünftiges Leben in Israel vorzubereiten...

Nicht versäumen:
Israelischer Filmabend in Köln
Am Mittwoch, 2. Mai 2012 um 20.00 Uhr, wird in der Filmpalette Köln der viel diskutierte und weiterhin sehr aktuelle israelische Film „Das Leben wie von Agfa bezeugt“ (Hebr.: „Hachaym lefi Agfa“) gezeigt…

Alles neu macht der Mai
Die neuen Fernsehtipps
Vom 1. bis 15. Mai 2012…

Jakob Henle:
Der Revolutionär der Pathologie
Wer ist denn der neue Mieter”, fragte die Reinemachefrau Frau Hanke, als sie mit Frau Professor Hegel, der Witwe des großen Philosophen, die Stube betrat…

Benedikt Stilling:
Ein Outsider der medizinischen Zunft
Wer heute von Marburg auf der Bahn nach Treysa fährt, übersieht leicht Kirchhain, ein kleines hessen-nassauisches Landstädtchen. Früher einmal, als es zu Kurhessen gehörte, arztete hier vor mehr als hundert Jahren Dr. Justi, ein gemütlicher Kreisphysikus….

Symposium zur Ausstellung:
Von der Utopie in die Zukunft
100 Jahre nach der Gründung des ersten Kibbuz‘ in Palästina/Israel gibt es angesichts gegenwärtiger Krisen eine neue Sehnsucht nach solidarischen Idealgemeinschaften, wie sie die Kibbuz-Bewegung vorgelebt hat. Im internationalen Kontext scheint das Modell Kibbuz lebendiger als je zuvor zu sein. Vor diesem Hintergrund zieht das Symposium eine kritische Bilanz des Wandels der Kibbuzim von der utopischen Gründungsgeschichte bis heute...

Medien im Fokus:
Zwischen Popularisierungsbemühung, Vereinnahmung und Abwehr
Monika Halbinger untersucht die Berichterstattung über das Jüdische in der „Zeit“, im „Spiegel“ und im „Stern“ von der Nachkriegszeit bis zum Ende der ‚alten‘ Bundesrepublik und schließt damit ein Desiderat in der zeitgeschichtlichen Forschung…

Zum 125. Geburtstag:
In Erinnerung an Siegfried Ostrowski
Siegfried Ostrowski wurde am 13. April 1887 in eine ostpreußische Kaufmannsfamilie hineingeboren. Nach der Schulausbildung studierte er Medizin in Berlin. Nach seiner Approbation 1914 ließ sich Ostrowski zum Chirurg ausbilden und arbeitete zunächst als Assistenzarzt am Städtischen Krankenhaus Berlin-Moabit. Später übernahm er den Chefarztposten am Städtischen Hospital Berlin-Buch beziehungsweise in Berlin-Mitte...

Voll grass:
Günter der Schreckliche
Stoppt mich, wenn ich diesen Witz schon einmal erzählt habe…

"Es gibt israelische Kritik an Israels Politik genug":
Böll – Grass nahegelegt
Zwei deutsche Literaturnobelpreisträger, zwei unverwechselbare Charaktere, zwei Individuen, die trotz manch gemeinsamer Ideale und Ziele in ihrer Beurteilung Israels und dessen Politik unterschiedlicher nicht hätten sein können: Heinrich Böll und Günter Grass…

Rosen und Tomaten:
Günter Grass mochte keine roten Rosen
Von Schriftstellern mag man mehr erwarten: mehr Reflektion, Introspektion, angeeignetes historisch-familiäres Wissen, Zurückhaltung, Einfühlungsvermögen. Vor allem: Eine Angemessenheit der Sprache, wenn man über die komplexe, tragische Lebenssituation Israels schreibt. Von Trägern des Literaturnobelpreises sollte man dies wirklich erwarten...

Portrait aus der Budge-Stiftung:

John Israel Gutman
Über den Dokumentarfilm “Die Alten und der Rabbi” bin ich auf die Budge-Stiftung aufmerksam geworden. Ich war begeistert von der Atmosphäre in der Stiftung und den sympathischen Protagonisten. Als Fotograf sah ich die Möglichkeit in diese Lebenswelt einzutauchen und meine persönliche Sichtweise in einer Reportage wiederzugeben…

Europ. Presseschau:
Grass überzogen
Der israelische Innenminister Eli Jischai hat den deutschen Nobelpreisträger Günter Grass am Sonntag mit einem Einreiseverbot nach Israel belegt. Er begründete dies mit dem am Mittwoch veröffentlichten israelkritischen Gedicht des Schriftstellers. Während einige Kommentatoren die Eskalation des Streits bedauern, sehen andere im Einreiseverbot einen symbolischem Akt der Entrüstung…

Das Rauschen im deutschen Blätterwald:
Einreiseverbot für Grass
Die Israelis haben wirklich andere Sorgen als Angst vor dem Besuch eines 84 Jahre alten ehemaligen SS-Mannes, der sich nach Jahrzehnten seiner Jugendsünden erinnert. Den treffendsten Kommentar dazu hat der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Jigal Palmor, abgegeben: “Das erscheint mir Quatsch, ich weiß nicht, wo das herkommt”...

Zur Reaktion auf Grass in Israel:
Das Schweigen der Linken
Binyamin Netanyahu und Avigdor Lieberman haben sehr gute Antworten auf Grass gegeben, doch niemand in der Welt hört ihnen zu. Innenminister Eli Yishai hat aggressiv auf Grass reagiert und damit Israel schweren politischen und moralischen Schaden zugefügt. Doch wer überhaupt nicht reagiert hat, ist die zionistische Linke...

Yoram Kaniuk:
"Grass hat ein Problem mit Juden"
Ich denke nicht, dass dieses Gedicht irgendeine Bedeutung hat. Grass hatte schon immer problematische Ansichten zu Israel und den Juden. Auch wenn andere seine Bemerkungen als Antisemitismus bezeichnen – ich würde es nicht so nennen. Es ist einfach nur so, dass er ein Problem mit Juden hat...

"Moralisch schamvolle Gleichsetzung":
In Israel ist Grass Chefsache
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat zu dem Gedicht von Günter Grass eine offizielle Presseerklärung veröffentlicht…

Was Deutschland tun könnte:
Die Bombe und der Günter
„Hinter dem Ruf nach Frieden verschanzen sich die Mörder“, hat Paul Spiegel, bis 2006 Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, erklärt. Zwar kündigt Teheran im Wochentakt Israels Vernichtung an. Falls der jüdische Staat jedoch nicht freiwillig untergehen will, sondern sich zu verteidigen droht, sei – so Günter Grass – der Weltfrieden in Gefahr…

Entscheiden Sie selbst:
Wer ist ein "Antisemit"?
Wegen Günter Grass ist in Deutschland erneut eine Antisemitismusdebatte entbrannt. Jüdische Kronzeugen von Henryk Broder bis Avi Primor wurden befragt, ob Grass ein „Antisemit“ sei. Deren Ansichten fielen so unterschiedlich aus wie die Interpretationen des Grass-Gedichts, von Iran, Linken und Rechten hoch gelobt und von anderen als Hasspamphlet verurteilt…

Einreiseverbot:
Grass zur „unerwünschten Person“ erklärt
Der israelische Innenminister (Schass-Partei) hat den deutschen Dichter Günter Grass zur „unerwünschten Person in Israel“ erklärt. Die Gedichte von Grass, so der Innenminister, schüren den Hass gegen den Staat und das Volk Israel…

Das Positive daran:
Grass sei gedankt
Die Aufregung in Deutschland und in Israel ist groß. Mit seinem international veröffentlichten Gedicht hat der deutsche Literaturnobelpreisträger Günther Grass ein geschmackloses, antisemitisches, politisches Statement abgegeben, das allein der Sprecher der Bundesregierung als „Kunstwerk“ empfindet und verbriefte „Freiheit der Kunst“ bestätigt…

Ralph Giordano:
Israel – der Weltfeind Nr. 1?
Eine Antwort auf Günter Grass’ Poem…

Literarische Verwirrungen:
Günter Grass dichtet gegen Israel
Als “aggressives Pamphlet der Agitation” bezeichnete Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, ein Gedicht von Günter Grass, das heute im Feuilleton der “Süddeutschen Zeitung” erschienen ist…

Weltkulturerbe der Menschheit:
Flamenco
Während sich der Flamenco als Neuzugang im Weltkulturerbe der Menschheit sonnt, zieht Miguel Iven sechs frische Saiten auf und macht sich an die Arbeit: souverän und unaufgeregt. So kennt man ihn auf der Bühne, als liebenswerten und interessanten Gesprächspartner, als Freund…

Ein Antikriegsstück auf Tournee:
Tzaddhik
Trauerhallen, Atombunker und KZ-Außenlager: die Spielorte des Stücks “Tzaddhik” sind so außergewöhnlich wie das Stück selbst…

Mit zweierlei Maß in Chemnitz:
"Arbeit macht frei" Parolen bei Fußball-Spiel
Als im Februar der israelische Fußball-Spieler Itay Schechter von den eigenen Fans des 1.FC Kaiserslautern u.a. als „Drecksjude“ antisemitisch beleidigt wurde, reagierte die Fußball-Gemeinde und auch die Öffentlichkeit mit Entsetzen…

Kinderbuch-Tipp:
Chaos zu Pessach
Ein echter Lesespaß nicht nur für Kinder, der unverkrampft und ohne Verklärung jüdisches Leben zeigt. Illustriert wird die turbulente Geschichte wieder von dreidimensionalen Collagen der Künstlerin Anna Adam, die das Buch auch zu einer wahren Augenfreude machen...

April April:
Die neuen Fernsehtipps
Vom 1. bis 15. April 2012...

Jeden ersten Mittwoch im Monat:
Israelischer Filmabend in Köln
Haifa, im Juni 1979. Das Sabbatfest steht kurz bevor, doch Viviane ist nicht nach feiern zumute: Nach zwanzig Ehejahren ist ihre Beziehung mit ihrem Mann Eliahou nur mehr ein Scherbenhaufen. Die Ehepartner wissen eigentlich, dass eine Scheidung für beide das Beste wäre...

Zum 75. Todestag:
Nathan Birnbaum (1864-1937)
1885 gab Nathan Birnbaum die erste jüdische nationale Zeitschrift unter dem Titel "Selbstemanzipation" – in Anlehnung an Pinskers "Autoemanzipation – heraus. Darin prägte Birnbaum den Begriff "Zionismus". 1893 erschien sein "Appell an die Guten und Edlen aller Nationen" unter dem Titel "Die nationale Wiedergeburt des jüdischen Volkes als Mittel zur Lösung der Judenfrage"...

Nathan Birnbaum:
Berliner Judenhaß
Die deutschen, namentlich die Berliner Juden, pflegen von der wunderbaren Veränderung zu erzählen, die bei ihnen zu Hause bezüglich der antisemitischen Bewegung vor sich gegangen sei. Noch vor wenigen Jahren der Hauptsitz des rüdesten Antisemitismus, sei Berlin heute völlig pacificiert. Der Antisemitismus in Berlin sei todt, mausetodt…

Kooperationsprojekt:
Neues aus der Budge-Stiftung
Die Feier zur Eröffnung des Kooperationsprojektes Betreutes Wohnen für jüdische Menschen mit Behinderung fand am 22. März im Rosl-und-Paul-Arnsberg-Saal der Budge-Stiftung statt. Es ist ein deutschlandweit einzigartiges Projekt, welches in Frankfurt durch die ZWST (Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland) und den IB (Internationaler Bund, Freier Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit e.V.) realisiert wurde...

Mit dem unerwarteten Wahlsieg des SPD Kandidaten Peter Feldmann hat Frankfurt a.M. erstmals seit 1933 und zum zweiten Mal überhaupt einen jüdischen Bürgermeister. Der Ökonom und Politologe, der zuvor ein Seniorenheim leitete, konnte bei der Stichwahl 57% Prozent der Stimmen erringen. Wir sagen: Masal tov und beHazlacha!

Gegen jede Zweifel:
Yoram
Leicht und zart beschreibt Ulrike Kolb die Liebe und die Ehe von Carla, einer Deutschen und Yoram, einem Israeli…

Jewrhythmics:
Oh, wie schnell bin ich schon alt geworden
Kinderyoren – Live Performance with Jenya Fajerman…


Jubiläum:
50 Jahre TRIBÜNE
Die in Frankfurt am Main erscheinende "TRIBÜNE. Zeitschrift zum Verständnis des Judentums" vermag auf eine beeindruckende Geschichte zurück zu blicken. Kürzlich erschien die 200. Ausgabe dieses Periodikums, zugleich das 50. Jahr ihres Bestehens…

Veranstaltungstipp:
Hellmut Stern im Salon Exil
Zeitzeuge, Autor und Musiker, erzählt über sein Leben und liest aus seiner Autobiographie "Saitensprünge. Erinnerungen eines leidenschaftlichen Kosmopoliten"…

Nachbetrachtung:
Ein glückliches Fest für Großvater und Enkelsohn
Der Jubilar wirkte beglückt – vom Beginn der "Baumfeier" an bis zum Ende des literarisch-musikalischen Programms. Es war ein Geburtstagsfest in großer, herzlicher Gemeinschaft von Familienmitgliedern, alten und jungen Freunden, Wegbegleitern und Fremden, aus denen dann neue Zugehörige wurden. Im Mittelpunkt: Der stille, bescheidene, aber Freude ausstrahlende Peter Finkelgruen…

Tagung:
Die jüdische Heimat in Westfalen
Über den Prozess der Verfolgung und Vernichtung der Juden in Deutschland ist bereits viel erarbeitet worden, doch wenige Arbeiten beschäftigten sich bisher mit dem Thema der Heimatverbundenheit von Juden. Dabei sind Heimat und Heimatverständnis ein grundlegender Bestandteil der jüdischen Kultur und Religion, so die weitverbreitete Vermutung…

Mehr zu sehen:
Neue Fernsehtipps für den März
Vom 16. bis 31. März 2012...

Stille Revolution:
Tage der Liebe
„Keine Sorge. Ich bin an Unannehmlichkeiten gewöhnt“ lässt Reza Hajatpour seine Hauptfigur Darius Iqbal versichern. Und diese Unannehmlichkeiten haben es in sich. Es sind die „Schatten der Erinnerung“, wie auch der Untertitel des Romans lautet, an denen Iqbal zu zerbrechen droht…

Buch-Tipp:

50 jüdische Künstler, die man kennen sollte
Um es gleich vorweg zu nehmen, die alte Frage "Was ist jüdische Kunst?" kann Edward van Voolen mit seiner Zusammenstellung nicht beantworten, aber das steht auch nicht in seiner Absicht. Der Autor möchte vielmehr die "Bedeutung des Judentums für 50 jüdische Künstler während der letzten 200 Jahre beleuchten". Eine "jüdische Kunst" per se kann man schwer fassen, dagegen erkennt man in den Auseinandersetzungen der Künstler schnell den Kern der Sache, dass es nämlich ebenso viele Formen "jüdischer Kunst" gibt wie jüdische Identitäten selbst...

Willkommen:
Yakov Hadas-Handelsman als Botschafter akkreditiert
Der neue Botschafter des Staates Israel in Deutschland, Yakov Hadas-Handelsman, hat am Freitag in einer feierlichen Zeremonie im Schloss Bellevue Bundesratspräsident Horst Seehofer sein Beglaubigungsschreiben überreicht...

Konstanz (I):
Torah, Tauchbad, Traditionen
Am Dienstag, 13. März 2012, um 18.30 Uhr laden die Volkshochschule und die Israelitische Kultusgemeinde Konstanz zu einer gemeinsamen Veranstaltung ein, an der die Besucher Gelegenheit haben, einen lebendigen Einblick in das jüdische Leben vor Ort zu erhalten…

Konstanz (II):
Gemeinde für Fusion

Bei einer vom Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden K.d.ö.R. am Sonntag, den 4. März 2012, durchgeführten Abstimmung aller jüdischen Mitglieder der IRG Baden im Raum Konstanz bestätigten über zwei Drittel der Abstimmenden den Kurs der Religionsgemeinschaft und stimmten für die Fusion…

Do 120, mily Petře, vše nejlepší:
Geburtstagsständchen von der Amsterdam Klezmer Band und anderen...

Masal tov:
Shanghai, Prag, Israel und Köln
Seit 50 Jahren lebt der deutsch-jüdische Journalist und Schriftsteller Peter Finkelgruen in Köln – am 9. März feiert er seinen 70. Geburtstag…

Eine Ansprache:
Ein Baum ist was Feines…

Lieber Peter, ich wünsche Dir im Namen unserer Mitglieder und unseres Vorstands zu Deinem 70. Geburtstag alles Gute, und ich persönlich hoffe, daß Du noch viele Jahre lang bei bester Gesundheit fluchend ums Karree kurvst, auf der Suche nach einem Parkplatz, aber hoffentlich auch ein bißchen stolz bist, weil es der Baum Deines Großvaters ist, von dem die Vögel auf Deinen Wagen herunterkacken...

Einladung, 9.3. in Köln:
Feierlichkeiten für Peter Finkelgruen

Baumpflanzung und literarisch-musikalischer Abend...

Ralph Giordano:
Für Peter Finkelgruen
Das Unbeheimatetsein sei das Charakteristische in Deinem Leben, habe ich gelesen, ohne noch zu wissen, ob es von Dir oder aus dem Munde oder der Feder eines andern kam. So beginnt eine Odysee – mit Stationen wie Prag, Haifa, Freiburg, Köln, Bonn. Studium der Politischen Wissenschaften, der Soziologie, Geschichte. Und alles durchwirkt vom Bewusstwerden des Jüdischen in Dir, die Seele Deines Daseins – und seine Tragik...

Von Shanghai über Prag und Israel nach Köln:
Keine Heimat. Nirgends.

Als Kind einer jüdischen Flüchtlingsfamilie wurde Peter Finkelgruen am 9.3.1942 in Shanghai geboren. Dorthin waren seine Mutter Ernestine mit ihm geflohen. Sein Vater Hans Leo Finkelgruen (1908 – 1943) war, in Folge der nationalsozialistischen Verfolgung kurz Peters Geburt verstorben; Peter lernte ihn nie kennen...

Eine Erzählung:
Der Bus war halb leer

Der Bus war halb leer. Es war früher Vormittag, kurz vor neun Uhr. Die Frische des Morgens, die er an der Haltestelle des Kibbuz vor weniger als einer Stunde gespürt hatte, war verflogen. Die Sonne, am Himmel schnell hochgestiegen, hatte die Herrschaft übernommen. Schwüle Hitze breitete sich im Bus aus. Die meisten Fahrgäste wirkten wie in leichtem Dämmerschlaf. Der Junge auf einem der Fenstersitze gleich hinter dem Ausstieg des Busses saß neben einer älteren Frau, die, unpassend für Ort, Jahres- und Tageszeit, eine Pelzjacke trug…

Unwille der deutschen Justiz:
Protokoll einer Scheidung
Kleine Festung Theresienstadt oder wie man Geisel der Verhältnisse bleibt…

Geschickter und wehrhafter:
Damals – heute
Vor wenigen Wochen führte ich ein Gespräch im Kreis jüdischer Freunde und Bekannter. Alle gehörten der sogenannten zweiten Generation an. Sie waren nach 1945 geboren und sind von Eltern erzogen worden, die ein Konzentrationslager, ein Getto oder im Versteck überlebten, danach in Deutschland blieben oder später nach Deutschland kamen. Gesprochen wurde über Empfindungen und Wahrnehmungen im deutschen Herbst des Jahres 1992…

Existenz in drei Kontinenten:
Ein Hinterzimmer in Shanghai

Dies ist die Geschichte eines Menschen, den es vielleicht nie gegeben hat. Er hat Spuren hinterlassen, dieser Mensch, aber kein Grab…

Köln:
Freunde von gestern – und Feinde von heute

(oder was mich ein jüdischer Edelweißpirat lehrte)…

Zum 70. Geburtstag von Peter Finkelgruen:
2 Gedichte von Getrud Seehaus

Damals noch...

Bericht der Ghostwriterin Jenny Hagedorn:
Zwei Kontaktlinsen

Oder Was auf den Ramblas in Barcelona geschah…

Sammy Speier:
Von der Pubertät zum Erwachsenendasein

Bericht einer Bewusstwerdung

Erinnerungen aus Jerusalem:
Aber der ist doch Jude

Befremdlich war ein Treffen mit einem Diplomaten der deutschen Botschaft in Tel Aviv. Es liegt einige Jahre zurück. Die Botschaft hatte bei Einladungen und Begegnungen mit deutschen Korrespondenten beschlossen, zwischen »Entsandten« und »Ortsansässigen« zu unterscheiden. Die Korrespondenten protestierten. Während der Diskussion kam die Frage auf, wieso denn Peter Finkelgruen, damals von der Deutschen Welle »entsandt«, ebenso nachteilig behandelt wurde wie die »Ortsansässigen«. Aus dem Diplomaten platzte heraus: »Aber der ist doch Jude«...

Diskriminierung:
Homosexualität am Arbeitsplatz
Homophobe Diskriminierung haben mindestens drei Viertel aller Schwulen und Lesben am eigenen Leib erfahren, jeder Zehnte war sogar schon körperlicher Aggression ausgesetzt, so eine Untersuchung der Universität Köln mit 2230 Befragten aus dem Jahr 2007. Kein Wunder also, dass rund die Hälfte der Homosexuellen ihr Schwul- oder Lesbischsein am Arbeitsplatz nicht erwähnen…

Überfall in Stuttgart:
Hassverbrechen auch als solche benennen
Über einen rechtsextremen Vorfall berichtet Christian Knuth in der Stuttgart / München Ausgabe des magazins blu. Ziel war das “Goldener Heinrich” in Stuttgart, eine der ältesten schwulen Kneipen der Republik…

Neonazis rüsten auf:
Bayrische Ermittler endlich aktiv
Wie in einem Bienenkorb ging`s letzten Freitag in Niederbayern, der Oberpfalz und in der ehemals bayerischen Pfalz zu: Am frühen Morgen schwärmten 1500 Polizisten zu einer Großrazzia aus. Und was sie in 61 durchsuchten Gebäuden fanden, ließ Bayerns CSU-Innenminister Joachim Herrmann, Staatsanwälten und Polizisten die Haare zu Berge stehen. 200 sichergestellte Waffen und andere verbotene Schlag- und Stichgegenstände offenbarten: Die Neonazis rüsteten in der jüngeren Vergangenheit kräftig auf…

Zeilsheim:
Eine jüdische Stadt in Frankfurt
Zwischen August 1945 und November 1948 bestand das Displaced Persons-Camp Zeilsheim in Frankfurt a.M., eines jener Lager, in denen die Alliierten die Überlebenden der Schoa aus den Arbeits- und Konzentrationslagern unterbrachten. Obwohl Zeilsheim eines der größeren und bedeutenden DP-Camps war, gab es bisher keine umfassende Forschung und Dokumentation dazu...

Besser spät als nie:
Fernsehtipps März (1)
Vom 01. bis 15. März 2012...

Jetzt bewerben:
Praktikumsplätze in der Knesset ausgeschrieben
Das israelische Parlament hat in Kooperation mit der Hebräischen Universität Jerusalem zwei Plätze ein dreimonatiges Praktikum für den Zeitraum vom 1.5. bis 31.7.2012 ausgeschrieben…

"Killerkommandos", "Agententrupps", "Zauberwaffen" und ein "Talmud-Gebot":
Welches Problem hat der SPIEGEL mit Israel?
Dies sind aufregende Tage: Wird Iran Atomwaffenmacht werden? Werden Israel und/oder die USA diesen Alptraum verhindern? Haben Sanktionen noch eine Chance? Und – wichtiger, denn je: Wird Deutschland, das die Sicherheit Israels zum Bestandteil seiner Staatsräson erklärt, den jüdischen Staat unterstützen?...

Kino-Tipp:
Der Champagner-Spion
Am Mittwoch, 7. März 2012, 20.00 Uhr wird in der Filmpalette Köln der israelische Film „Der Champagner-Spion“ gezeigt…

Transit:
Zeitgenössischer Schmuck aus Israel
Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Besonderheiten im israelischen Schmuckschaffen und die Unterschiedlichkeit zur mitteleuropäischen Schmuckszene. Es ist das erste Mal, dass eine solche Überblicksschau in Deutschland gezeigt wird. Dabei fällt auf, dass die politische Situation auch im Schmuckbereich ein vorrangiges Thema für viele Künstler ist...

10. März bis 9. April 2012:
Nira Pereg in der Kunsthalle Düsseldorf
In ihrer Videoarbeit „Kept Alive” (2009-10) und der dazugehörigen Fotoserie führt Nira Pereg den größten und stetig wachsenden Friedhof Jerusalems, den „Har HaMenuchot“ (Berg der Ruhenden), sowohl als Erinnerungsraum und Arbeitsstätte, als auch als urbane Konzeption vor...

Offener Brief von SPME:
Warum verteidigen Sie das iranische Regime?
Offener Brief an die Professoren Altvater, Birckenbach, Dürr, Fetscher, Grottian, Krippendorff, Narr und Negt sowie an Bahman Nirumand und weitere Unterzeichner des Aufrufs "Sanktionen und Kriegsdrohungen sofort beenden"…

Die Stimme der Menschen ist wichtig:
Israelkritik in Aachen
Gershon Baskin, prominenter Kolumnist der „Jerusalem Post” und Vermittler bei der Freilassung des israelischen Soldaten Gilat Shalit durch die Hamas, über Kritik an Israels Umgang mit den Palästinensern…



Körperpsychotherapie:
Sexuelle Probleme in einer Partnerschaft

Sexuelle Probleme in einer Partnerschaft können für beide Partner sehr frustrierend sein. Sie führen zu einem defizitären Selbstwertgefühl und liegen mehr oder weniger unbewusst vielen Auseinandersetzungen und Partnerschaftsproblemen zugrunde…

Sex als Droge:
“Ich kann einfach nicht genug bekommen!” –

Gibt es die Krankheit “Sex-Sucht” wirklich, ist sie wissenschaftlich anerkannt? Und wo liegt der Unterschied zu Hypersexualität?…

Jugend und Suizid:
Signale sehen ist wichtig

Suizid bei Jugendlichen verhindert man am besten, indem man frühe Warnzeichen erkennt und dem Betroffenen hilft, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Zu diesem...

Jakob Henle:
Der Revolutionär der Pathologie
Wer ist denn der neue Mieter”, fragte die Reinemachefrau Frau Hanke, als sie mit Frau Professor Hegel, der Witwe des großen Philosophen, die Stube betrat…

Benedikt Stilling:
Ein Outsider der medizinischen Zunft
Wer heute von Marburg auf der Bahn nach Treysa fährt, übersieht leicht Kirchhain, ein kleines hessen-nassauisches Landstädtchen. Früher einmal, als es zu Kurhessen gehörte, arztete hier vor mehr als hundert Jahren Dr. Justi, ein gemütlicher Kreisphysikus….

H.G. Adler:
Geist und Grenzen des Widerstandes 3
In den Flugblättern der berühmten vorwiegend studentischen Widerstandsgruppe »Weiße Rose« heißt es: »Leistet passiven Widerstand – Widerstand -, wo immer Ihr auch seid, verhindert das Weiterlaufen dieser atheistischen Kriegsmaschine, ehe es zu spät ist …« – »Wir haben keine reiche Auswahl an … Mitteln [zum Sturz der Regierung], nur ein einziges steht uns zur Verfügung – der passive Widerstand.«…

H.G. Adler:
Geist und Grenzen des Widerstandes 2
Keine edle Gesinnung wird herabgesetzt, wenn wir auf das Widersinnige solcher Vorstellungen im totalitären Staat hinweisen, wo zwar ein Widerstand ohne Haß wünschenswert, oft aber keiner mehr ohne Gewalt verwirklichbar ist, weil niemand einem solchen Gegner noch ein Gefühl der Scham oder eine Änderung des Herzens zu entlocken vermag…

Terezín u.a.:
Geist und Grenzen des Widerstandes
Gegenstand dieses Aufsatzes ist der Widerstand als ein menschliches Verhalten, das ein gewisses Bewußtsein seiner selbst voraussetzt. So gehört zu seinem Entstehen ein Entschluß und zu seiner Aufrechterhaltung das fortgesetzte Wirken eines Willens…

H.G. Adler:
Der Wahrheit verpflichtet
H.G.Adler, als Autor des Standardwerks “Theresienstadt 1941-1945″ berühmt, steht eine Renaissance als Schriftsteller bevor. Diese Textauswahl ist eine Einladung, den bedeutenden Prager Exildichter in der ganzen Vielfalt seines Schaffens zu entdecken…

Manchmal übernehmen Kinder die Trösterrolle:
Erste Hilfe für Kinder von psychisch Kranken
Erkranken Eltern an psychischen Leiden, hat das auch für die Kinder Folgen. Oft bildet sich für sie ein Teufelskreis an psychosozialen Belastungen und Problemen, der manchmal in der eigenen psychischen Erkrankung mündet. Derzeit beschäftigt sich die EU eingehend dem Thema…

Drogenkrieg in Mexiko:
US-Unternehmen nervös
Die Bilanz von 23.000 Todesopfern in Verbindung mit dem Drogenkrieg während der dreijährigen Amtszeit des mexikanischen Präsidenten Felipe Calderon zeichnet ein verheerendes Bild der Situation. Nichtsdestotrotz hielten sich die Auswirkungen auf große Unternehmen bislang...

Stimmnöte:
Zwei von drei Lehrern betroffen
Stimmprobleme wie etwa Heiserkeit sind noch immer eine Lehrerkrankheit und treten oft im Zusammenhang mit psychischen Nöten auf. Das schreiben Forscher der Universität Malaga in der Fachzeitschrift “Folia Phoniatrica et Logopaedica”...

Ein Gesellschaftsproblem:
Vernachlässigte Kinder
Extreme Mangelversorgung, Misshandlung oder körperliche Gewalt an Kindern rüttelt Menschen auf. Doch auch die dauernde Vernachlässigung von Geist, Gefühl oder Erziehung eines Kindes zieht...

Noch nach Jahrzehnten feststellbar:
Mutterliebe stärkt das Immunsystem
Die liebende Fürsorge durch Mutter oder Vater schützt ein Kind davor, dass sich Stress einer schwierigen Umgebung negativ auf die spätere Gesundheit auswirkt...

Telemedizin:
Arztbesuch per Videokonferenz
Anstatt den Arzt persönlich in der Praxis zu besuchen, könnten sich in Zukunft viele Patienten einfach per Webcam untersuchen lassen. Interaktive Telemedizin lautet das...

Gegen Drogensucht:
Manipulierte Erinnerungen
Die Manipulation von Erinnerungen an den Drogenkonsum könnte ehemaligen Drogenabhängigen dabei helfen, einen Rückfall zu verhindern. Wissenschaftler der Peking University gehen davon aus, dass Einnerungen an bestimmte Signale wie Nadeln oder Zigaretten und die angenehmen Wirkungen der Drogen zu einem Verlangen und damit auch zu einem Rückfall führen…

Geb. am 4. April 1898:
Zur Erinnerung an Dr. Justin Weinschenk

Nach dem Krieg nahm Weinschenk ein Medizinstudium in München auf und ließ sich 1925 als Arzt für Allgemeinmedizin in Nürnberg nieder. Seine Praxis bestand bis 1934. Weinschenk erkannte frühzeitig die Zeichen der Zeit, nachdem er Hitlers „Mein Kampf“ gelesen hatte und verstand, dass es in Deutschland für ihn keine Zukunft mehr gäbe. Als Tourist brach er 1933 zu einer Informationsreise nach Palästina auf. Ein Jahr später emigrierte er mit seiner Frau und den beiden Söhnen nach Jerusalem...

Erich Gumbel:
Ein Pionier der Psychoanalyse in Israel
Erich Gumbel wurde 1908 in Heilbronn geboren. Vater Siegfried war ein angesehener Rechtsanwalt, „ein überzeugter Demokrat und bewusster Jude“, wie Erich sich erinnerte. Mutter Ida litt an Multipler Sklerose, für Erich ein Motiv, Medizin zu studieren…

Kommt bald die 6-Monatspille?
LSD hilft Alkoholikern aus der Sucht
Eine Dosis LSD könnte Alkoholikern helfen, mit dem Trinken aufzuhören. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der NTNU Trondheim, für die Erhebungen aus den 60er-Jahren analysiert wurden...

Sigmund Freud:
"Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie"
Neurose und Perversion…

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hagalil.com 5772 / 2012



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